Jean-Frédéric
Leschot und Orthopädie
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Zusätzlich
zu ihrer Aktivität von Androiden-, Automatenuhren- und mechanischen
Vögelnbauern, begannen die Jaquet-Droz und ihr Geschäftspartner
Jean-Frédéric Leschot, Prothesen, die geschickt
die amputierten Gliedmaßen ersetzten, zu herstellen. Jean-Frédéric
Leschot spezialisierte sich in dieser Aktivität. Sein Ruf in diesem
Bereich brachte ihn Aufträgen aus zahlreichen ausländischen Ländern. |

Jean-Frédéric Leschot
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Man muß sagen, daß er Uhrmacherkunstkenntnisse
angemessen benutzte, um aktive Prothesen zu herstellen,
während die besten Ärzte seines Zeitalters passive Prothesen
noch herstellten. Diese Prothesen wurden auf ein rein ästhetisches
Interesse beschränkt, während jene von Jean-Frédéric
Leschot erlaubten, die gebräuchlichen Gegenstände
zu erfassen und zu handhaben, so sehr,daß niemand sich von
ihrer Existenz bewußt war. (Bei dieser Gelegenheit können
Sie im Film "Die Androiden von den Jaquet-Droz"
-der auf diesem Website zum Verkauf geboten ist- die Wiederherstellung
einer Prothese sehen, die gemäß den Beschreibungen
von Jean - Frédéric Leschot erfolgte).
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Gemäß
Chapuis und Gellis, Autoren der " Welt der Automaten", erfahren wir,
daß: "In der Zeitung der Uhrmacherei von 1792 haben wir eine "Tabelle
der verschiedenen Stücke eines künstlichen Armes, der nach der
Schwerkraft detailliert ist und die wird darunten reproduziert". Es ist
ein interessantes Dokument durch die benutztzn Materialien, die Einzelheiten,
über die Organe und über deren Gewicht: |
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EINZELHEIT DER PROTHESE
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GEWICHT DER PROTHESE
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| Das Ellbogengelenk mit allen Stücken
aus Stahl, die es zusammensetzen. |
2 on. 8 den. 18 gr. |
| Das Leder, das von der Schulter bis dem
Ellbogengelenk den Stumpf umfaßt. |
4 on. 10 den. 18 gr. |
| Das Handgelenk einschließlich des
Entspannungsstückes, das auf dem sogenannt Gelenk festgelegt
ist, das aus Stahl mit dem Kommunikationsfaden gemacht wurde. |
18 den. |
| Der Karton und Pergament, die den Arm
vom Ellbogen bis Handgelenk bilden... |
3 on. 22 den. 5 gr. |
| Ebenso : das Handgelenk aus Kork mit
der Feder und dem Trommel sowie den im Handgelenk festgestzten Finger-Träger
. |
2 on. 4 den. 15 gr. |
| Der Zoll in Ganzem mit den Stahlklingen,
die im Inneren für die zwei Gelenke festgesetzt wurden. |
17 den. 4 gr. |
| Ebenso : Der Finger, der ebenso mit all
seinen Teilen und der Mutter aufgebaut wurde. |
10 den. 21gr. |
| Der Mittelfinger ebenso wie oben aufgebaut. |
14 den. 3 gr. |
| Der als oben aufgebaute Ringfinger. |
9 den. 16 gr. |
| Der kleine Finger ebenso. |
7 den. 15 gr. |
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GESAMTGEWICHT DER PROTHESE
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16 on. 3 den. 19 gr. |
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Die Hände des Automatschreibers
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Das Gesamtgewicht des künstlichen Armes
betrug also 480 Gramm ungefähr; man sieht, wieviel diese
Prothese untersucht werden mußte, um eine solche
Leichtigkeit zu erreichen.
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Die Hände des Automatzeichners
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Schließlich muß es noch gezeigt werden,
wieviel die Uhrmachertechniken Jean-Frédéric Leschot
erlaubt haben, Prothesen oder künstliche Glieder einer solchen
Funktionalität zu herstellen.
Im Buch "Jaquet-Droz und Leschot" lassen uns
Charles Perregaux und F-Louis Perrot erfahren, daß:
"1795 schrieb Leschot Herrn de Luze-Bethmann
einen Brief, der den Mechanismus dieser Holz- und Eisengliedmassen erklärt.
Herr de Luze hatte ihm einen linken Arm für die Baronin Strakham
von Frankfurt bestellt. Leschot antwortete : "Gott Sei Dank bin
ich imstande, Ihr Warten zu füllen, da mehrere Gegenstände
dieser Sorte bereits meiner Pflege anvertraut worden sind, und es ist
mir immer mit der Zustimmung und der Erleichterung meiner Auftraggeber
gelungen. Vor einigen Jahren baute ich einen künstlichen Arm für
ein Fräulein, dessen Arm fast bis der Schulter amputiert wurde;
Sie dient sich sehr vorteilhaft davon, und man merkt nichts, wenn sie
angekleidet ist.
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Armprothese, von Ambroise Paré hergestellt
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Leschot verlangt, daß man ihm ein
Giessen des rechten Armes und der Hand der Baronin sendet. Auf
diesem Giessenmodell müssen die Größe und die
"Böschung" der Amputation markiert werden. So mit der bekannten
Stumpfform , kann er sich zurechtfinden, um das künstliche
Glied daran anzupassen.
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"Danach muss man, sagt er, den sehr beweglichen
Mechanismus des Ellbogengelenks und die anderen Teile, die den verschiedenen
folgenden Funktionen dienen,so gut festlegen, d dass dieser künstlicher
Arm gemäss dem Wille der Frau und mit Hilfe ihrer rechten Hand
funktionieren muß. Man muss auch wissen, dass in
der Vertiefung dieser mechanischen Hand ich einen Abzug anbaue, der
mittels eines Hauthandschuhes verborgen wird, den sie immer dabei haben
muß, und der leicht umgezogen wird. Indem sie leicht diesen Abzug
mit der rechten Handfläche preßt,setzt sie das Ellbogenscharnier
frei und erlaubt dem künstlichen Arm , sich von unten herauf und
herab zu bewegen auf eine feste Weise zum Erhebungsgniveau, das man
nützlich für irgendeine Bewegung hält".
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Künstlicher Arm, von Kriegeissein
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Danach läßt sie von rechts
nach links den Arm sowie das Handgelenk drehen, d.h. die Hand,
die sich auf ihrem Gelenk bewegt mit der gewünschten Stellung.
Die Finger haben auch ihre drei Verbindungen, die sich sogar getrennt
bewegen können, falls man in dieser Hand etwas halten wollte
und die ihnen die natürliche Richtung für das Halten
eines solchen Gegenstands hinweisen. Man muß beobachten,
daß nur der Zoll eine Druckkraft gegen den Zeigefinger hat,
wodurch dient er als Zange oder Ergreifmittel für leichte
oder kleine Gegenstände so wie eine Karte oder eine Stricknadel,
usw.
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Was das Ellbogengelenk betrifft, ist es
besonders nützlich in solchen Gelegenheiten, wie im Winter,
wenn man Muff trägt usw... Man könnte solche Gegenstände
sogar halten, während der rechte Arm frei wäre oder
an irgendeinen anderen Gegenstand hält oder irgendeine Bewegung
macht...
Ein solcher Arm kostete 50 Louis'd'or.
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Linke Hand der Automatenmusikerin von Jaquet-Droz
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