Stèvenard
und seine "pygmäen" Automaten und androiden
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Französischer Magier, Mechaniker und Zeitgenosser
von Robert-Houdin, baute Stèvenard mehrere Miniaturautomaten,
die er gegen 1850 in einem Pariser Automatentheater anläßlich seiner Zaubertricks
vorstellte.
Besonders stellte Stèvenard künstliche Vögel
her, die oft in Gebüschen hausten sowie einige Androiden, die auf
dem Pendelgipfel aufgebaut wurden. Unter diesen: der Trickautomat, der
Magier, die Gesangsstunde und der Flötenspieler.
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| Der Trickautomat
von Stèvenard : In einem Bericht der Genfer Arbeitersbund
anläßlich der 1879 Weltausstellung von Paris schrieb Henri Dey
über Stèvenards Automaten: |
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"Auf einer der Pendeluhren von Stèvenard
befindet sich ein kleiner Trickautomat, der sitzt hinter
einem Tisch. Neben diesem Tisch steht ein kleiner runder anderer
Tisch auf derem stehen drei Becher, die er benutzt, um erbsegroße
Kugeln scheinen und verschwinden zu lassen." Nach dem Spiel mit
den Kugeln nimmt der Trickautomat einen anderen größeren
Becher, kippt ihn auf den Tisch um und ihn sofort wieder aufrichtet,
um ein haselnußgroßes Silberei sehen zu lassen. "Dann teilt sich
das Ei in zwei, woraus geht ein Vogel so gross wie eine Fliege,
der schlägt mit den Flügeln und zwitschert ein Lied. Danach schließt
sich das Ei auf dem Vogel wieder und verschwindet mit ihm im Inneren
des Tisches."
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Der Trickautomat,
einer der Automaten von Stevenard hergestellt
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Stèvenards Trickautomat
ist sicher der komplizierteste aller Automaten
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Als dritter Akt steht unterm magischen Becher ein kleiner
Hampelmann auf, ders das Publikum mit seinen Luftsprüngen amüsiert. Dann
verschwindet er auch. Danach verdankt sich der Trickautomat mit
Gesten bei den Zuschauern ".
Olivier ROUX, Spezialist mechanischer Musikinstrumente
und Bauer einiger Automaten teilt die folgenden Einzelheiten mit:
"Aufgrund seiner zahlreichen und vielfältigen Programmmöglichkeiten ist
Stèvenards Android-Automat der bis heute kleinste bekannte Automat."
Der im Silberei enthaltene pfeifende Vogel ist
zweimal so klein wie jene, die man gewöhnlich in den Tabaksdosen findet.
Sein Programm, die ungefähr 10 Minuten dauert,
ist unter allen, die ich beobachten konnte, das längste. Diese außergewöhnliche
Dauer ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Nockentrager-Zylinder
nicht nur drehweise sondern auch seitenweise angetrieben wird, was ihre
Lektüre verzehnfacht.
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Der Flötensatz des Vogelgesangs aus
massiv Silber ist unseres Wissens einzigartig.
Die Zartheit und der harmonische Rhythmus
der Gesten, ohne den geringsten Ruck, sind bemerkenswert.
Der Gegenstand hat uns mit einer vollständigen
technischen Beschreibung gerade die Hand von Stèvenard
selbst hingereicht. Diese sehr seltene Besonderheit wird dem
Restaurator erlauben, der mit der Wiederinstandesetzung des
Automaten beauftragt wurde, ein klares und methodisches
Vorgehen.
"Schließlich sollen wir hinweisen,
dass die Bewertung des im Pendelsockel verborgenen Zylinders
der Spieldose bemerkenswert ist, genauso wie seine Tonqualität.
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Der Pfeiffer mit dem Flötensatz aus massiv Silber
made of solid silver
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| Der Magier
: Gemäss eines Artikels von A. De Bersaucourt von 1920, Alfred Chapuis beschreibt
den Automat von Stèvenard wie folgt : |
| Stèvenard hatte
gegen 1850 einen Automatenmagier gebaut, den er in einen kleinen
Tempel setzte, der von einem skulptierten Möbel aus Ebenholz gestützt
war." Aus einer Schublade, wo sie zuerst gestellt wurden, zog man
eine der Karten, auf denen die zu stellenden Fragen eingetragen wurden,
und man vertraute vier Schwänen diese Karte an, die sie dem Geisterbeschwörer
hinreichten. Während eine angenehme Musik spielte, |
Der Magier
einer von Stèvenards Automaten
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drehte dieser die Augen in Richtung der Person,
die ihn befragt hatte, schlug in seinem Buch nach, dann mit seinem
Stab schlug die Tempeltüren. Sobald sie sich öffneten, konnte man
eine Kartusche aus schwarzem Emaille sehen. "Dann erschien ein Teufelchen
und stellte dem Geistbeschwörer eine mit Goldtinte gefüllte Vase
vor, in die der Geistbeschwörer tauchte seinen Stab. Dann tat er,
als ob er die Antwort auf die Kartusche schriebe."
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| Die Gesangsstunde,
sogenannt "Fräulein mit Amsel" : Vor einem Amsel, den sie auf ihrer
Faust hält, betätigt eine reiche Orientalin, etwa fünfzehn Zentimeter gross,
ein mechanisch Pfeifferwerk. Bemerkenswerte Einzelheit: der Vogel ist winzig,
aber trotz seiner Größe bewegt er die Augen, die Düse, den Kopf, die Flügel,
den Schwanz und pfeifft. |
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Der Flötenspieler :
Gemäß einem Zuschauer dieser Zeit: "Der Nachbar des Zauberkünstlers
von Stèvenard ist ein Musiker 32 cm hoch. Er ist eleganterweise
auf spanische Art gekleidet. Er spielt die Flöte : die entzückendsten
Melodien von Rossini und Bellini und seine Finger gehen kunstgerecht
auf und unter."
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Stèvenards Flötenspieler-Automat
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